Roadtrip – Rügen | Ostsee | Berlin

Unser Roadtrip führt von Hamburg weiter nach Rügen über einen Zwischenstopp in Wismar

Wismar

Parktipp Wismar: Am Hafen in der Stockholmer Straße.

Die Altstadt der Hansestadt wurde zum UNSECO-Welterbe erklärt und ist durchaus sehenswert. Zu entdecken gibt es die Schwedenköpfe am Baumhaus im Hafen und dem „Alten Schweden“ an einem der ältesten Bürgerhäuser am Marktplatz. Sie erinnern daran, dass Wismar im Dreißigjährigen Krieg von Schweden besetzt war. Apropos Marktplatz – dieser gehört mit 10.000m² zu den größten Deutschlands und dem Größten in Norddeutschland. Von einem der Cafés rund um den Platz hast Du einen schönen Ausblick aufs Rathaus und die historischen Häuser. Unser Rundgang endete wieder im Hafen, den wir natürlich nicht ohne ein leckeres Fischbrötchen von einem der Verkaufsboote verlassen konnten.

 

Die Weiterfahrt nach Rügen enthält eine kleine Umleitung, weil dort im Oktober und Februar die Fahrbahn abgesackt ist. Wann dieser Teil der Autobahn A20 wieder befahrbar sein wird, ist aktuell noch unklar. Wir kamen zum Glück ohne Verzögerung durch diese Passage, nur auf der Gegenseite gab es Stau.

Camping auf Rügen

Zwei Nächte haben wir auf der Wohnmobil-Oase bei Prora verbracht. Zwar muss man derzeit noch bis 18 Uhr auf der Wohnmobil-Oase einchecken, wir haben aber einen 24h Automaten entdeckt, der vermutlich bald in Betrieb geht. Zudem gibt kein Nachtfahrverbot und so konnten wir nach dem Check-in noch einen Ausflug machen und erst am späteren Abend zurückkehren. Dies passte sehr gut für uns, weil unsere Trips teilweise sehr spontan sind und wir ungerne bereits am Nachmittag auf dem Campingplatz „festsitzen“.

Beim Einchecken wird eine Guthabenkarte mit 10 EUR ausgehändigt, über welche man Wasser, Strom und das Duschen abrechnet. Am Ende des Aufenthalts wird der Restbetrag ausbezahlt. Für uns eine super Lösung, da der Platz an sich günstig ist und der Rest nach Verbrauch verrechnet wird. Außerdem gibt es kostenfreies Wlan (fürs WM Livestreaming hat es allerdings nicht ganz gereicht), frische Brötchen am Morgen und ein Restaurant mit warmer Küche ab nachmittags. Man sollte beachten, dass sich einiges noch im Aufbau befindet, manche Parzellen sehr sandig sind und die Hecke zum Nachbarn noch im Wachstum. Ich denke, in ein paar Jahren wird es noch schöner sein.

Sightseeing


Sellin

Parktipp: Wilhelmstrasse mit Parkschein, zumindest in der Nebensaison kein Problem.

Die Seebrücke Sellin ist wohl eines der bekanntesten Fotomotive von Rügen. Die 394m lange Brücke führt in die Ostsee und bietet einen weiten Blick auf die Küste Rügens. Wir waren in der Juniwoche zur Sommersonnwende dort und hatten nach dem Abendessen eine wunderschöne Abendstimmung mit Sonnenuntergang. Am Ende der Brücke wartet übrigens noch ein Highlight – die Tauchgondel, die die Besucher während 30-40 min auf den Boden der Ostsee bringt. Traust Du Dich?

Kap Arkona

Parktipp: Anstatt die Standardparkplätze zu nehmen, lieber ein paar Meter weiter zum Parkplatz Nordufer am Nordstrand fahren (eine Wiese, keine Gespanne/Wohnmobile erlaubt, Bulli geht natürlich).

Wir haben dort in Ruhe gefrühstückt und uns danach auf den 45 minütigen Spaziergang zu den Leuchttürmen des Kap Arkona gemacht. Der Aufstieg auf den Peilturm ist gut zu überwinden und Du wirst mit einer weiten Aussicht über die Ostsee belohnt. Nach dem Rückweg vom Kap schaut man am besten noch am Strand vorbei. Neben dem Parkplatz führt eine Treppe zum weitläufigen Sandstrand herunter, an dem wir nach dem Ausflug kurz relaxed haben.

 

Sassnitz

befindet sich auf der Halbinsel Jasmund und ist UNSECO-Welterbe für die Buchenurwälder im Nationalpark Jasmund. Hier haben wir nur einen kurzen Stopp am Hafen gemacht, ein Fischbrötchen gegessen (Achtung! Möwen klauen den Fisch vom Brötchen haha) und ein Rügen-Souvenir gekauft. Bin immer noch happy, dass unser freundlicher Rügenfisch bei uns eingezogen ist. Für die Besichtigung des U-Boot-Museum „HMS Otus“ hatten wir dann leider keine Zeit mehr, wer aber noch nie die bedrückenden Platzverhältnisse selber erlebt hat, sollte sich dies nicht entgehen lassen.

lachender Rügenfisch

Prora

Parktipp: Am Dokumentationszentrum, Strandstraße 1, 18609 Binz

Der Ortsteil von Binz wurde durch den „Koloss von Prora“ bekannt. Hier entstand 1939 auf 4.5 km Länge eine Ferienanlage, in welcher durch die Nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) 20.000 Menschen Urlaub machen sollten, die jedoch nie ganz fertiggestellt wurde. Zwischen 1948 und 1953 wurde das Gelände von der Roten Armee genutzt. Seit Anfang 1993 ist die Anlage öffentlich zugänglich und ist heute es eine Mischung aus Ruinen, Baustellen sowie renovierten Hotel- und Wohnblöcken. Falls Du an der Geschichte dieser Anlage interessiert bist, gibt es verschiedene Dokus online, z.B. die NDR Doku. Übrigens diente Prora als Kulisse für den gleichnamigen Schweizer Kurzfilm von Stéphane Riethauser aus 2012. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, ist aber evtl. nicht jedermanns Sache.

Binz

Parktipp: Zeppelinstrasse mit Parkschein. Nicht ganz günstig, aber zentral.

In Binz haben wir wenig Zeit verbracht und sind nur einmal zur Seebrücke gelaufen. Das Ostseebad zeichnet sich durch seine lange Strandpromenade und die 5 km feinsandigen Strand aus. Wir fanden, dass hier im Gegensatz zu den anderen Örtchen recht viel los war (touristisch).

Kulinarisch

Das Restaurant Zum Skipper in Sellin hat uns vom Ambiente und Essen sehr gefallen. Wir hatten die Fischplatte für zwei mit verschiedenen Fischsorten zum Probieren. Außerdem arbeitet dort ein super freundlichen Kellner, der seinen Job liebt und lebt und gute Laune an seine Gäste weitergibt. Beim nächsten Mal gern wieder.

Berlin

Parktipp: Parkhaus Unter den Linden/Staatsoper für 2 EUR / h preiswert für diese Lage und die 2.10m Einfahrtshöhe & geräumigen Parkplätze perfekt für den Bulli.

Bist Du schon mal in diesen Touri-Doppeldeckern mitgefahren? Wir bis jetzt eher selten, steht aber vielleicht demnächst öfter auf unserem Programm. Für den super kurzer Zwischenstopp in Berlin entschieden wir uns für eine ganze Runde im Hop on – hop off Bus – also eigentlich nur Hop on haha. Bei der Tour bekommst Du einen super Überblick, wo sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden und kannst später noch zu Fuß auf Entdeckungsreise gehen. Natürlich durfte ein Besuch des Brandenburger Tors am Pariser Platz, des Reichstags und die Fanmeile zur WM Russland 2018 inklusive Selfie nicht fehlen. Es gibt noch viel mehr zu sehen und wahrscheinlich kehren wir irgendwann zurück in die Hauptstadt.

 

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